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Mecklenburg-Vorpommern
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Landestagung in Schwerin

Unter erschwerten Bedingungen und Einhaltung des Hygienekonzeptes des NH-Hotels in Schwerin konnte die erste Sitzung der Außenstellenleiter des LV Mecklenburg-Vorpommern stattfinden.

Die Landesvorsitzende dankte in Ihrem Jahresbericht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich für den besonderen Einsatz in dieser besonderen Zeit. Sie führte in ihrem Bericht aus, dass die Anzahl der Hilfesuchenden in den letzten 12 Monaten gleich geblieben ist und liegt bei ca. 450 Anfragen. Auffällig war jedoch, dass beim Stalking und Raub/Diebstahl ein Anstieg zu verzeichnen war. Darüber hinaus wurden deutlich mehr finanzielle Hilfen ausgegeben. In 2019 wurden mehr als 225.000 EUR direkte finanzielle Unterstützung an die Betroffenen ausgezahlt,   in 2018 waren es nur knapp 158.000 EUR.

Die Landesvorsitzende sprach wichtige Themen wie z.B. die Aus-/ und Fortbildung der Ehrenamtlichen und den Ausbau den Öffentlichkeitsarbeit im Landesverband an. Es wurde Einigkeit darüber erzielt, diese z.B. mit einem Facebook Auftritt zu ergänzen. Darüber hinaus sollen im kommenden Jubiläumsjahr - 30jähriges Bestehen des Landesverbandes - einige Aktionen verstärkt auf den WEISSEN RING aufmerksam machen.

Ein großes Problem stellt derzeit das Fehlen von Ehrenamtlichen, die bereit sind, die Leitung einer Außenstelle zu übernehmen, dar. So sind die Außenstellen Güstrow, Rostock sowie Parchim und Ludwigslust aktuell ohne Leitung. Allerdings stehen vor Ort ausreichend Mitarbeiter für die Opferbetreuung zur Verfügung. Im Bereich Parchim und Ludwigslust befindet sich Frank-Michael Wessel in der Ausbildung zum Leiter der Außenstelle und kann sehr wahrscheinlich Anfang 2021 zum Leiter ernannt werden.

Kürzlich hat Heiderose Siegler die Ausbildung zur Leitung der Außenstelle abgeschlossen und konnte von der Landesvorsitzenden nun offiziell ihr Amt übernehmen. Aufgrund der Corona Beschränkungen ist eine öffentliche Amtseinführung derzeit leider nicht möglich. Dieses soll jedoch alsbald nachgeholt werden.

 

Landesvorsitzende Uta-Maria Kuder mit Heiderose Siegler

Als Gast der Tagung konnte die Beauftragte der Justiz für die Opferhilfe in Mecklenburg-Vorpommern, Ulrike Kollwitz, begrüßt werden. Frau Kollwitz hat im letzten Jahr dieses Amt übernommen und sieht sich als Lotsin der Justiz für die Opfer von Straftaten aber auch als Ansprechpartnerin für die Netzwerke. Sie hat in ihrem Vortrag insbesondere Bezug genommen auf die psychosoziale Prozessbegleitung sowie auf den Täter-Opfer-Ausgleich, der vor der gerichtlichen Anhängigkeit des Strafverfahrens zum tragen kommt.

 

Ulrike Kollwitz mit Uta-Maria Kuder

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