Staatssekretär aus dem Innenministerium Dr. Christian Frenzel hielt ein sehr persönliches Grußwort.
Manfred Dachner berichtet, wie er den WEISSEN RING nach Mecklenburg-Vorpommern holte.
In Mecklenburg-Vorpommern wurden im letzten Jahr allein rund 634 materielle Hilfen ausgegeben – das betraf über 400 Menschen, die Opfer einer Gewalttat wurden und Unterstützung beim WEISSEN RING gefunden haben. Dazu kommt noch einmal eine ähnliche Anzahl von Menschen, die beraten und begleitet wurden, jedoch keine materielle Hilfe erhalten haben. Und diejenigen, die ausschließlich Online-Beratung in Anspruch genommen haben, sind dabei ebenfalls nicht erfasst.
Landesvorsitzende Martina Tegtmeier, ihr Stellvertreter Manfred Dachner und Außenstellenleiterin in Neubrandenburg Anne Blank. (alle Fotos: WEISSER RING)
„Die Situation in den 1970er Jahren war so, dass jeder nur über die Täter redete, wie man ihnen helfen kann – aber an die Opfer dachte niemand“, sagte Eduard Zimmermann zur Lage der Kriminalitätsopfer in den Gründungsjahren des WEISSEN RINGS. Er, der als Gründungsvater gilt, war seinerzeit Journalist und Fernsehmoderator, der sich durch sein Engagement mit den Fernsehproduktionen Vorsicht Falle und Aktenzeichen XY den Spitznamen „Verbrecherjäger“ oder auch „Ganoven-Ede“ sozusagen erarbeitete. Er und 16 Mitstreiter gründeten 1976 den WEISSEN RING in Mainz und eröffneten die erste Außenstelle im darauffolgenden Jahr in Berlin.
Über 40.000 Menschen betreut der WEISSE RING jährlich - 43.279 genau waren es insgesamt bundesweit in 2023 – betreut durch die Ehrenamtlichen in den Außenstellen, online oder am Opfertelefon. Davon war ungefähr die Hälfte von ihnen von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen.